Bernado Bellotto

Bernado Bellotto, genannt Canaletto, wurde am 20. Mai 1722 (nach anderen Quellen 30. Januar 1721) in Venedig geboren. Er war ein venezianischer Maler, der für seine realistischen Veduten- und Landschaftsmalereien bekannt war. Insbesondere Dresden, Wien, Turin und Warschau waren seine Motive.  Gestorben ist er 17. Oktober 1780 in Warschau.

Das Können des jungen Bernardo wurde von seinem Onkel Canal schon sehr zeitig gefördert, so dass er bereits als 14-Jähriger in dessen Werkstatt beitrat. 1738 wurde er Mitglied der Malerzunft. In der folgenden Zeit entstanden vielerlei Zeichnungen, die heute aber schwer Bernado Bellotto, oder eben seinem Onkel zuzuordnen sind. Ihre Zeichen-Stile waren sich sehr ähnlich.

Nach seiner Hochzeit mit Maria Elisabetta Pizzorno am 5. November 1741 reiste Bellotto durch Venedig, um neue Motive zu zeichnen. Bei ihm war immer sein Onkel. Zwei Jahre später jedoch begab er sich alleine über Florenz, Lucca und Livorno nach Rom. Diese Kunstreise ermöglichte Bellotto erstmalig eine eigene Perspektive auf die Landschaft und damit auf seine Zeichenmotive zu entwickeln. Entsprechend prägend waren diese Erfahrungen für sein weiteres Schaffen. Noch heute sind seine Malereien sehr beliebt. Nur in ausgewählen Galerien kann man von ihm Bilder kaufen, jedoch nur Reproduktionen. Die originale sind heute alle fest in Sammlerhänden.

Seine Technik ist ab der Zeit der Alleinreisen klar von der seines Onkels zu unterscheiden:  Kältere Farbgebung, extremere Schattierung, diagonaler Aufbau und eine enorme Tiefe des Horizonts, prägten die Malweise des jungen Bellottos. Der Maler ließ das Stadtleben auf seinen Bildern zu einer Schauspiellandschaft werden. Neu war auch die ländliche Landschaft als Motiv. Während der Onkel stark idealisierte, griff Bellotto das alltägliche Leben in seinen Darstellungen auf. Somit war er der Kunst seines Jahrhunderts voraus.

Im Zuge seiner wachsenden technischen Sicherheit, vergrößerte Bellotto auch sein Bildformat. So pendelte er durch weitere Veduten-Städte. Er durchreiste  Dresden in zwei Perioden, hielt dazwischen ein kurzes Intermezzo in Wien und München und bereiste schließlich den Warschauer Hof. Bernardo Bellotto starb  in Warschau am 17. Oktober 1780. Todesursache war ein plötzlicher Gehirnschlag.

Technisch haben die Landschafts- und Gemälde-Zeichnungen allesamt ein ähnliches Vorgehen gemein. Er arbeitete mit sehr viel Präzision und Hingabe zum Detail. Seine Vedutenmalereien sind dadurch bis heute als Kunstdrucke sehr begehrt.

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